Vertrieben für Frieden – Als Griechen und Türken getrennt wurden
- JAHR 2003
- LAUFZEIT 55 / 43 Min.
- STATUS Auf Abfrage
- FORMAT Master HD · 55 Min.
Über das Werk & historische Einordnung
Hintergrund & Historische Bedeutung
Am 30. Januar 1923 wurde im schweizerischen Lausanne die Konvention über den Bevölkerungsaustausch zwischen Griechenland und der Türkei besiegelt: Rund 1,2 Millionen kleinasiatische Griechen und über 400.000 Muslime aus Griechenland wurden binnen kürzester Zeit zwangsumgesiedelt. Es war die erste völkerrechtlich sanktionierte Zwangsmigration der Neuzeit.
Der Dokumentarfilm von Osman Okkan und Simone Sitte entstand in Zusammenarbeit mit dem KulturForum TürkeiEuropa. Statt abstrakter Diplomatiegeschichte erzählt der Film die Geschichte der Menschen: Alte Menschen, die nach 80 Jahren an die Orte ihrer Geburt auf Lesbos, Kreta oder in Ayvalık und Kappadokien zurückkehren, ihre zerstörten Häuser berühren und feststellen, dass der Schmerz über den Verlust der Heimat auf beiden Seiten des Meeres derselbe ist.
Auszeichnungen & Würdigung
2004 erhielten Simone Sitte und Osman Okkan für diesen Film den renommierten Öngören-Preis für Demokratie und Menschenrechte beim Filmfestival Türkei Deutschland in Nürnberg. Bis heute dient der Film als völkerverständigendes Standardwerk im bilateralen Dialog.
Fassungen im Archiv
- 55-Minuten-Hauptfassung: Deutsche, türkische (Barış İçin Sürülenler) und griechische Neufassung.
- 43-Minuten-WDR-Senderfassung: Kompakte Fernsehedition.